Gut durch die heißen Tage: Helios Klinikum gibt Tipps bei Temperaturen über 30 Grad

Gastbeitrag von Cornelia Grimm

Der Sommer steht vor der Tür und zeigt sich schon jetzt von seiner heißen Seite: Temperaturen über 30 Grad, intensive Sonne und schwüle Luft belasten den Körper.

Besonders ältere Menschen, Kinder, chronisch Erkrankte, Schwangere und Menschen, die im Freien arbeiten, sollten in den kommenden Tagen aufmerksam sein. Das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen rät dazu, Hitze nicht zu unterschätzen und frühzeitig gegenzusteuern.

„Viele hitzebedingte Beschwerden lassen sich vermeiden, wenn man rechtzeitig trinkt, körperliche Belastung reduziert und die Warnzeichen des Körpers ernst nimmt“, sagt Dr. med. Frank Wanka, Ärztlicher Direktor, Chefarzt der Unfallchirurgie und Leiter der Notaufnahme am Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen.

Typische Beschwerden seien Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erschöpfung oder Kreislaufprobleme.

„Kritisch wird es, wenn Verwirrtheit, starke Benommenheit, anhaltendes Erbrechen, Atemnot, sehr hohes Fieber oder Bewusstseinsstörungen dazukommen. Dann sollte medizinische Hilfe gerufen werden.“

Ein wichtiger Schutz ist ein angepasster Tagesrhythmus. Erledigungen, Spaziergänge, Sport oder Gartenarbeit sollten möglichst in die frühen Morgenstunden oder auf den Abend gelegt werden. In der Mittagszeit ist Ruhe sinnvoll.

Wer unterwegs ist, sollte Schatten suchen, eine Kopfbedeckung tragen und leichte, locker sitzende Kleidung wählen. Auch Innenräume sollten tagsüber möglichst kühl gehalten werden: morgens und abends lüften, tagsüber Fenster und Vorhänge geschlossen halten.

Besonders wichtig ist der Flüssigkeitshaushalt. Gesunde Erwachsene sollten mindestens 1,5 Liter am Tag trinken; an heißen Tagen, bei körperlicher Belastung oder starkem Schwitzen entsprechend mehr.

Geeignet sind vor allem Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Saftschorlen. Getränke sollten nicht eiskalt sein, weil der Körper zusätzliche Energie aufwenden muss, um sie auf Körpertemperatur zu bringen.

Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen sollten ihre Trinkmenge allerdings individuell ärztlich abstimmen. Für sie gilt nicht automatisch: je mehr, desto besser.

Kinder und ältere Menschen verspüren Durst oft später oder weniger deutlich. Angehörige sollten deshalb aktiv ans Trinken erinnern und Getränke gut sichtbar bereitstellen.

Hilfreich sind feste Rituale: ein Glas Wasser nach dem Aufstehen, zu jeder Mahlzeit und zwischendurch. Auch wasserreiches Obst wie Melone, Beeren oder Pfirsiche sowie leichte Mahlzeiten entlasten den Körper.

Neben dem Trinken spielt auch die richtige Kleidung eine Rolle. Helle, luftige Kleidung aus Naturfasern unterstützt die Luftzirkulation und kann einer Überhitzung vorbeugen.

Bei längerer Sonneneinstrahlung ist eine Kopfbedeckung ratsam – besonders für Kinder und ältere Menschen. Sonnenschutz sollte regelmäßig erneuert werden.

Bei ersten Beschwerden gilt: sofort aus der Sonne gehen, sich in einen kühlen Raum oder in den Schatten setzen, trinken, enge Kleidung lockern und den Körper langsam abkühlen.

Feuchte Tücher an Armen, Nacken oder Stirn können helfen. Alkohol sollte bei Hitze möglichst vermieden werden, da er den Kreislauf zusätzlich belasten kann.

„Hitze ist kein Grund zur Panik, aber sie verlangt Aufmerksamkeit“, sagt Dr. med. Frank Wanka. „Wer auf sich und andere achtet, kommt in der Regel gut durch heiße Tage.

Wichtig ist, Warnzeichen nicht zu ignorieren – insbesondere bei Menschen, die allein leben oder bereits gesundheitlich vorbelastet sind.“

Das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen empfiehlt, bei schweren Symptomen oder Unsicherheit nicht zu zögern und medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Dazu zählen Bewusstseinsstörungen, starke Kreislaufprobleme, anhaltende Verwirrtheit, Atemnot, Krampfanfälle oder der Verdacht auf einen Hitzschlag.